Stiftung Warentest Juni 2018 und unsere Meinung

Aktualisiert am: 12.07.2019

Bei einem Stiftung Warentest, Juni 2018 wurden zwei Dutzend Kinderhochstühle und Klappstühle unter die Lupe genommen und die Ergebnisse waren erschrecken. Über die Hälfte der Zwanzig Hochstühle sind beim Test durchgefallen, aufgrund von Sicherheitsmängeln und Schadstoffen. Dabei waren Modelle aus verschiedensten Kreisklassen, von 21 bis zu 480 Euro. In der Ausgabe vom Juni 2018, in der Zeitschrift „test“ heißt es, 11 Produkte erhielten die Note „mangelhaft“, Eins „ausreichend“, Fünf „befriedigend“ und nur Drei der getesteten Produkte „gut“. Die angedachten Stühle wurden zumeist bereits 2017 ein Mal von Stiftung Warentest geprüft. Dies fiel ebenso negativ aus, oft aus den selben Gründen, wie auch 2018.


Die Produkte, welche eine gute Bewertung erhielten sind ziemlich teuer, wie z.B. der „Nomi“- Stuhl von Evo- I move oder der „Tripp Trapp“ von Stokke. Beide Varianten kosten den Nutzer mehrere Hundert Euro. Sollte man beabsichtigen, das Produkt gleich ab Geburt nutzen zu können, legt man für ein passendes Newborn- Set noch etwas drauf. Die günstigste Alternative ist dabei der Safety First von Timba, welchen man für ca. 50 Euro ergattern kann. Einen umfangreichen Test dazu liefern wir hier auf unser Webseite, damit sie sich dazu ein eignes Bild machen können.

Komplikationen und Kritik

Die Sicherheit lässt laut Stiftung Warentest bei manchen Produkten zu wünschen übrig. Viele der geprüften Waren sind in ihrer Konstruktion so gebaut, dass das Kind hinausklettern und stürzen könnte. Ein Beispiel für diese Befürchtung stellt unter anderem der Hauck Alpha dar, sollte der mitgelieferte Sitzgurt zufällig durch eine andere unachtsame Person gelöst werden. Ebenso gibt es Bedenken beim Hochstuhl „Tamino“ von Geuther, bei dem das Kind die Beine durch eine einzelne Öffnung stecken könnte und demnach durchrutschen könnte. Darauf könnte es mit dem Kopf stecken bleiben und schwere Verletzungen verursachen. Ein solcher Fall ist zwar noch nicht aufgetreten, ist jedoch tendenziell nicht von der Hand zu weisen.

Ein weiterer Kritikfaktor sind mögliche Schadstoffe in den Polstern oder Tischen. Ein Beispiel dafür wäre Formaldehyd, welches zur Textilveredelung verwendet wird. Dieses könnte die Schleimhäute reizen, sowie allergische Reaktionen auslösen und im schlimmsten Fall Krebs verursachen. Weitere Stoffe, welche Krebs erregend wirken können, sind Naphtalin und TDCPP. Bei letzterem handelt es ich um ein Flammenschutzmittel.

Sollte bei einer genaueren Informierung heraus kommen, dass einer dieser Stoffe enthalten sind, können die Polster manuel entfernt werden. Sollten sie dies nicht in Erwägung ziehen, ist es ebenso möglich innerhalb der Gewährleistungsfrist einen Umtausch oder Rücklieferung in die Wege zu leiten. Diese Frist beträgt Zwei Jahre nach der Lieferung. Wissenschaftlicher Leiter bei Stiftung Warentest Axel Neisser meinte auch „Aus Rückmeldung wissen wir, dass Händler da auch kulant sind.“

Sollte der Hersteller den Mangel nicht beheben können, dürfen Kunden ihr Geld zurück verlangen.

Sollten Sie den Wunsch haben, den offiziellen Bericht von Stiftung Warentest selbst zu lesen, dann finden Sie diesen hier.

Eigene Meinung

Hinweis
Auch wenn wir das ganze etwas lockerer sehen, als Stiftung Warentest, bitten wir Sie darum, das Kind nicht aus den Augen zu verlieren, sobald es im Kinderhochstuhl sitzt. Lassen Sie es ebenso wenig viel länger als 15 min in dem Hochstuhl liegen bzw. sitzen.

Aus eigener Sicht sind wir der Meinung, dass Stiftung Warentest etwas übertreibt. Sicherlich sind Sorgen bei “zu viel” Platz in einem Kinderhochstuhl berechtigt. Allerdings gibt es dafür einen Sicherheitsgurt. Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass eine solche Sicherheitsvorkehrung nicht durch “Zufall gelöst werden kann. Da ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand gegen einen Hochstuhl sprintet und dieser dabei um fällt ähnlich. Wenn man in einem Auto einen Unfall baut, ohne dabei angeschnallt zu sein, ist dies ebenso zufällig schief gelaufen. Dennoch ist dies extrem unwahrscheinlich.

Die Polster mit schädlichen Stoffen sind da unserer Meinung nach eher mit Vorsicht zu betrachten. Allerdings sollte man sich auch da nicht allzu große Sorgen machen. Das Kind liegt in der Regel nicht völlig nackt auf einem solchen Polster und selbst wenn dies der Fall wäre… Das Kind müsste schon extrem lange da liegen, damit irgendwas passiert, falls überhaupt irgendwas passiert.

Bei weiteren Bedarf an Tipps, direkt von Stiftung Warentest, finden Sie folgende auch auf unserer Startseite.